Gesundheit

Gesundheit

Die Gesundheit unserer Schafe hat immer oberste Priorität. Um Krankheiten und Parasitenbefall zu vermeiden, achten wir auf eine ausreichende Hygiene auf der Weide und im Stall. Sollte dennoch ein Schaf krank werden, ist eine Kontrolle und Behandlung durch einen fachkundigen Tierarzt unabdingbar.

Vorbeugend oder nach vorangegangener Kotuntersuchung sollte die Herde zwei- bis dreimal im Jahr entwurmt werden um den Befall mit Endoparasiten so gering wie möglich zu halten. Weltweit führen Magen-Darm-Strongyliden zu den größten wirtschaftlichen Verlusten, aber auch Leberegel sowie große und kleine Lungenwürmer spielen zumindest regional eine Rolle. Bandwürmer können vor allem bei jüngeren Tieren zu erheblichen Problemen führen. Auch gleichzeitiger Befall mit mehreren Endoparasitenarten kommt häufig vor. Über das richtige Präparat kann der ortsansässige Tierarzt informieren.

Eine regelmäßige Klauenpflege ist bei allen Schafen unerlässlich, um Fehlstellungen und Krankheiten wie die Moderhinke zu vermeiden. Auf harten, steinigen Böden in den Ursprungsgebieten der Wildschafe nutzt sich das ständig nachwachsende Horn ausreichend ab. Bei den Hausschafen muss dies kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert werden. Zu lang gewachsene Klauen und eingerollte Klauenränder verursachen Schmerzen beim Laufen und bilden darüber hinaus Hohlräume, in die Fremdstoffe, Schmutz und Nässe eindringen können. Schlimmstenfalls entsteht so eine ansteckende, durch Bakterien hervorgerufene Klauenentzündung, die Moderhinke, in deren weiteren Verlauf das Klauenhorn und schließlich auch tiefere Schichten bis hin zum Knochen angegriffen und zerstört werden. Die Tiere haben erhebliche Schmerzen, lahmen und rutschen schließlich auf den Vorderfußwurzelgelenken, da sie nicht mehr stehen können. Hier muss frühzeitig eingegriffen werden, um einer Ausbreitung über die gesamte Herde vorzubeugen. Erkrankte Tiere werden separiert, auf trockenen Untergrund gestellt und die Klauen gründlich ausgeschnitten und gereinigt. Achtung! Infiziertes Horn unbedingt sammeln und verbrennen und die Geräte desinfizieren. Mit entsprechenden Fußbädern, Salben und Pudern vom Tierarzt kann die Krankheit geheilt werden.

Bei gesunden Schafen liegt die Körpertemperatur zwischen 38,5 und 39,5 Grad. Beim Hüten und bei starker Hitze kann sich die Temperatur leicht erhöhen. Hat ein Schaf Fieber, so ist dies meist ein Anzeichen von Infektion durch Viren oder Bakterien. Es kann bei Mutterschafen auch bei Euterentzündung oder ähnlichem auftreten. Bei Pulsschlägen zwischen sechzig und achtzig Schlägen pro Minute liegt man bei Schafen im Normalbereich. Ein fittes Schaf macht 12 bis 25 Atemzüge pro Minute, während dieser Wert bei jungen Tieren leicht erhöht sein kann. Auch hier kann Stress die Werte in die Höhe treiben. Augen, Nase und Maul müssen eine rosige Schleimhaut haben und frei von Krusten und anderen Ablagerungen sein. Nasenausfluss und tränende Augen sind Krankheitsanzeichen, die man beobachten und ggf. behandeln lassen muss. Hustet ein Tier in der Herde, sollten Halter hellhörig werden. Lungen- und Atemgeräusche sind immer ein Alarmzeichen. Hier sollte man rechtzeitig handeln, bevor sich weitere Tiere anstecken und ebenfalls erkranken.


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